Hallo…

… mein Name ist Dirk und ich bin Hörgeräteakustiker!“

Als Reaktion auf diese Vorstellung bekomme ich häufig fragende Blicke zurück. Entweder weil ich nicht verstanden wurde oder mein gegenüber mit einer anderen Antwort gerechnet hat. Oft wird das Ganze mit einem „Hähh?“ und einem Lächeln kommentiert. „Hörgeräte brauche ich zum Glück noch nicht!“ ist die abschließende Reaktion.

Also, um es auf den Punkt zu bringen. Die Außenwahrnehmung meines Berufs ist alles andere als sexy. Er wird mit großen, hässlichen und beigen Geräten in Verbindung gebracht, die dazu dienen, dass Opa den Fernseher wieder hören kann.

Was macht ein Hörgeräteakustiker eigentlich?

Die Realität sieht zum Glück anders aus. Hörgeräteakustiker sind ganzheitliche Ansprechpartner rund ums Hören. Es geht neben der Versorgung mit Hörhilfen um Aufklärung, Prävention und das Ermitteln von Kenndaten.

Nicht zu vergessen, dass es sich um ein Handwerk handelt und wir auch Produkte fertigen. In unserem Fall sind das die individuellen Maßohrstücke der verschiedenen Hörgeräte-Arten. Dafür ist eine Ohrabbildung die Grundlage: Momentan ist eine Abformung mittels spezieller Silikone der Standard. Diese Ohr-Abformungen nimmt ebenfalls der Hörgeräteakustiker.

Außerdem sind wir Ansprechpartner, wenn es um Gehörschutz geht – sowohl im privaten Bereich als auch am Lärmarbeitsplatz. Das Individualisieren von InEar-Kopfhörern für einen besseren Sitz im Ohr ist ebenfalls unser Fachgebiet. Und zu guter Letzt gehört die Programmierung der verschiedenen Hörsysteme zu unserem Handwerk.

Der Beruf ist vielseitig. Das spiegelt sich in der letztjährigen Änderung der Berufsbezeichnung wieder. Aus Hörgeräteakustiker wurde Hörakustiker. Das hat doch schon etwas mehr Sexappeal!

Die Idee zu diesem Blog:

Seit fast 20 Jahren bin ich in der Hörakustik tätig. Wie viele aus unserem Berufsstand kam ich über Umwege in die Branche. Ursprünglich habe ich Augenoptik gelernt. Ein Kollege hat mich auf die Hörakustik aufmerksam gemacht.

Fünf Jahre hat es gebraucht, bis ich mich entschied, den Beruf zu erlernen. Ich konnte mir als junger Mensch nicht vorstellen, nur mit alten Menschen zu tun zu haben. Zum Glück habe ich herausgefunden, dass es ganz und gar nicht nur ältere Menschen sind, die eine Hörunterstützung benötigen.

Ich passe seit Ende der Neunziger Jahre Hörgeräte an. Das beste Gadget zu dieser Zeit war eine Fernbedienung für das Hörgerät. Und jetzt kommt es: Es gab sogar eine Fernbedienung die in eine Armbanduhr integriert war. An das iPhone und die digitale Revolution dachte zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Außer ein paar schlaue Köpfe in Cupertino, allen voran Steve Jobs.

Es war die gleiche Zeit, in der ich mein erstes Handy kaufte. Nach den Technikfreaks (ja, ja, die berüchtigten Early Adopter…) hatte auch der breite Markt einen Nutzen in Mobiltelefonen erkannt. Wie viele von Euch wissen, hat es dann aber doch noch bis ins Jahr 2007 gedauert, bis mit dem Apple iPhone das erste kommerziell erfolgreiche Smartphone herauskam.

Hier war die Geschichte ähnlich wie beim Handy. Es dauerte zwei bis drei Jahre, bis Smartphones für den Massenmarkt interessant wurden. Ich habe mir mein erstes Smartphone 2010 gekauft. Es war ein HTC Desire mit Googles Android in Version 2.1 als Betriebssystem. Das Gerät war für mich eine Offenbarung. Das Tor in eine neue Welt: endlich echtes mobiles Internet.

Zwei Märkte finden zusammen:

Seit dieser Zeit ist die Entwicklung im Smartphone- und im Hörsystem-Markt rasant vorangeschritten. Und ich habe beide Seiten interessiert mitverfolgt.

Es dauerte nicht lange, bis die ersten Kopplungsmöglichkeiten zwischen beiden Systemen entstanden. Meistens mittels eines Zusatz-Geräts, das die Audiodaten vom Smartphone zum Hörgerät überträgt. Auch der Zubehör-Markt für gut Hörende hat sich entwickelt. Die Nutzung eines Smartphones und des Internets wurde für viele Anwender durch entsprechende Hör-Gadgets komplettiert.

Es war nur eine Frage der Zeit, dass diese Bereiche miteinander verschmelzen. So gibt es mit GN Store Nord den ersten Hersteller, der sowohl im Smart-Audio-Segment (Jabra) als auch im Hörsystem-Segment (Resound) aktiv ist. Die beiden Unternehmenszweige tauschen sich gegenseitig aus, um ihre Produkte zu verbessern.

In diesem Blog möchte ich über Entwicklungen, interessante Themen und Kuriositäten schreiben, die sich um Hör-Gadgets drehen. Es geht also um Lifestyle-Produkte und deren Nutzen rund ums (smarte) Hören: für gut Hörende und für Menschen mit Hörminderung.

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Hör-Gadgets für Menschen mit und ohne Hörminderung

Und diese Produkte haben, wie ich finde, durchaus ihren Reiz – um nicht zu sagen: Sexappeal! 😉

Also, viel Spaß beim Lesen.

Euer Dirk

Eines noch: Ich schreibe diesen Blog zum Spaß. Ich möchte meine Leidenschaft für smarte Hör-Gadgets mit Euch teilen. Ich verbreite hier meine persönliche Meinung und erhalte keine finanzielle Unterstützung oder anderes Sponsoring.

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